Großes Inselderby endete Remis

LANDKIRCHEN · Wieder einmal haben sich die fehmarnschen Kreisligateams im großen Inselderby die Punkte gegenseitig genommen. Der RSV Landkirchen trennte sich gestern vor rund 300 Zuschauern 2:2 (1:1) vom Nachbarn SV Fehmarn.

Sven Navers (Nr. 8) und SVF-Torhüter Florian Koehn segeln am Ball vorbei. Die beiden Nachbarn trennten sich gestern 2:2 beim großen Inselderby zwischen dem RSV Landkirchen und dem SV Fehmarn.

Sven Navers (Nr. 8) und SVF-Torhüter Florian Koehn segeln am Ball vorbei. Die beiden Nachbarn trennten sich gestern 2:2 beim großen Inselderby zwischen dem RSV Landkirchen und dem SV Fehmarn.

Das Derby schrieb diesmal keine Heldengeschichten. Lasse Brandt hätte zum Helden für den RSV werden können, traf nach einem toll herausgespielten Angriff über links nach Pass von Fynn Severin nur den Pfosten in der 92. Spielminute. Auf Seiten der Gäste hätte Matthias Jährig der Derbyheld werden können, vergab jedoch zwei Großchancen. Nach einem langen Ball von Jan-Georg Weiland scheiterte er an RSV-Keeper Julian Ahrens, der nach seiner Verletzung wieder zwischen den Pfosten stand (74.). Bei einem Konter eingeleitet von Emrah Bakabala, legte sich Jährig den Ball zu weit vor (59.). So waren es im ersten Durchgang die Standardsituationen, die für Tore sorgten. Patrick Schuwirt wurde von RSV-Mittelfeldspieler Kai Kardel gefoult. Im rechten Halbfeld, gute 22 Metern Torentfernung, legte sich Hendrik Möller den Ball zurecht. „Trichter-Möller, Trichter-Möller, Trichter-Möller, hey hey“, hallte es aus dem SVF-Fanblock. Möller nahm Maß und hämmerte den Ball frech in den rechten Winkel zum 0:1 (25.). Im SVF-Strafraum zog Virab Oganesjan das Standbein von Lasse Brandt weg. Schiedsrichter Joachim Hertel wartete noch den Vorteil ab und entschied dann auf Foulelfmeter. Dennis Petersen versenkte ihn eiskalt zum 1:1 (38.). Gefährlich waren auch die RSV-Eckbälle, die Petersen allesamt direkt aufs Tor trat. Der glänzend aufgelegte SVF-Keeper Florian Koehn hatte etwas dagegen (18., 36.).

Erfolgreich nach einem Eckball in der zweiten Halbzeit war der SVF: Hendrik Möller trat die Ecke und aus vollem Lauf grätschte Oganesjan den Ball zum 1:2 in den Kasten (60.). Erneute Jubelstürme bei den mitgereisten SVF-Fans. Es sollte allerdings nicht zum Derbysieg reichen für den SVF. Sekunden nach seiner Einwechselung gab Fynn Severin den ersten Schuss auf das SVF-Gehäuse ab. Der Ball wurde von der SVF-Abwehr abgefälscht, direkt in den Lauf von RSV-Kapitän Carsten Micheel, der aus sieben Metern sofort abzog. SVF-Torwart Koehn und Libero Kim Felix Harländer konnten nicht mehr eingreifen, der Ball schlug zum umjubelten Ausgleich im Kasten ein (72.).

„Wir haben hochverdient einen Punkt eingesammelt, denn wir hatten die Mehrzahl an herausgespielten Torchancen. Landkirchen hat ja nur durch einen, ich sag es mal vorsichtig. Kann-Elfmeter das 1:1 gemacht und durch einen Stellungsfehler und nicht sauber geklärten Ball nach einer Ecke das 2:2 markiert. Wenn wir die Konter nach dem 2:1 sauber durchspielen, dann steht das schnell 3:1 oder 4:1 für uns. Wir können damit sehr gut leben, wir wollen ja auch nicht aufsteigen“, so SVF-Coach Karsten Jark.

„Das 2:2 geht in Ordnung. Fehmarn hatte durch Matze Jährig zwei Riesen, die er machen muss. Da sind wir natürlich glücklich gewesen, dass er die diesmal nicht reingehauen hat. Andererseits, wenn wir das 3:2 vor Schluss machen, kann sich der SVF auch nicht beschweren. Wir hätten gerne gewonnen, doch nun müssen wir mit dem 2:2 leben“, resümierte RSV-Co-Trainer Pieter Fleischer.

RSV: Ahrens – Durante, Jürgens, Navers, Grimm – Micheel, T. Brandt (71. Fynn Severin), Petersen, Kardel – L. Brandt, Schulz (17. Ahlers). Beste Spieler: geschl. Mannschaftsleistung.

SVF: F. Koehn – K. Härländer (78. B. Harländer) – Weiland, Zimmermann – Marbach, Schuwirt, (63. Thielmann) H. Möller, Bakabala, Oganesjan, Jährig (83. Lippert) – Unger. Beste Spieler: F. Koehn, Jährig, Unger, H. Möller.

Schiedsrichter: Hertel (FC Riepsdorf), in Ordnung.

Tore: 0:1 (25.) Möller, 1:1 (38./FE) Petersen, 1:2 (60.) Oganesjan, 2:2 (72.) Micheel.

Quelle: fehmarn24.de